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Applikationsbeispiel: Lecküberwachung
 
In der Wasserversorgung können Rohrschäden eintreten, deren Zustand schleichend aber kontinuierlich zu einem größeren Leck in der Leitung führen kann.

Mit der Lecküberwachung sollen diese schleichenden Rohrbrüche erkannt werden. Da die projektbezogenen Anlagenausstattungen unterschiedlich bezüglich Ihrer Messdatenerfassung sind, kann hierfür kein allgemeingültiges Standardprogramm angeboten werden. Mit den Parametrierungsmöglichkeiten, die das System ProWin® bietet, können diese in der Regel auf einfache Art gelöst werden (Archive, Scripttechnik und Visualisierung).
 
Anlagenbeispiel - Aufgabe:
  • die Projektanlage liefert drei IDM-Durchflussmessungen
  • die IDMs sind jeweils an Bypass-Leitungen zur Hauptleitung installiert
  • die Summen-Durchflussmenge soll zu einem bestimmten Zeitraum auf einen maximalen
    Wert überwacht und bei Überschreitung alarmiert werden (Automatikbetrieb)
  • die Messung soll in der Nacht automatisch durchgeführt werden (Zeitraum, bei dem mit
    einer geringen Wasserentnahme gerechnet werden kann)
  • der Zeitraum soll variablen durch den Bediener einstellbar sein (Tages-Uhrzeit von .. bis)
  • die Messung soll auch zu jedem Zeitpunkt manuell gestartet und gestoppt werden können
  • durch ein Bedienfenster soll der Messvorgang eingeleitet und visualisiert werden können
  • die Schieber-Ausführbefehle (AUF/ZU) sollen automatisch in der richtigen Reihenfolge und
    auf fehlerfreie Durchführung kontrolliert werden (Befehlsrückmeldung)
  • zusätzlich sollen ¼ Stunden-Mengenwerte (Analogsummen) berechnet und mit Min- und
    Max-Werten archiviert werden
 
ProWin®- Applikation: In einem Unterfenster werden die relevanten aktuellen IDM Durchflussdaten angezeigt. Eingabefelder für 4 obere Grenzwerte stehen zur Verfügung. Ebenso existieren Eingabefelder für die Tagesstart- und Tagesendzeit der automatischen Messung.

Der Bypass wird grafisch dargestellt. Über gegenseitige Verriegelungstasten kann zwischen Automatik und manueller Messung gewählt werden. Bei Wahl der manuellen Messung werden Start- und Stop-Tasten freigegeben.

Bei Betätigung der Starttaste werden über ein Scriptprogramm die Schieber des Bypasses geöffnet.

Nach fehlerfreiem Öffnen wird der Hauptleitungsschieber geschlossen. Anschließend wird die Messung freigegeben ("Messung läuft").
 
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Aus den drei IDM Analogmomentanwerten wird mittels Scripttechnik eine aktuelle Summe berechnet, die in der aktuellen Anlage als neue Prozessvariable ins Datenmodell geschrieben wird. Das Scriptprogramm ist so eingestellt, dass es auf jede Änderung der einzelnen IDM-Messwerte reagiert. Durch die Bildung der Prozessvariable Summenwert und deren Speicherung ins Datenmodell wird dieser Wert durch ProWin®-Standard auf Grenzwertverletzung überwacht. Die Überwachung kann durch eine Freigabe-PV verriegelt werden.
Bei Verletzung eines Grenzwertes wird die Standard-Alarmierung aktiviert:
  • blinkende und farblich veränderte Anzeige der Messwert-PV (Statusauswertung)
  • Vermerk der Grenzwertverletzung im Betriebtagebuch
  • Eintrag in die Alarmliste
  • Anzeige des Alarms in der Statuszeile des Anlagenbildes
  • ggf. wird ein akustisches Signal angeregt.
 
An den einzelnen Grenzwerten wurden Koppel-PVs projektiert. Diese werden bei Verletzung auf "1" gesetzt. Diese Koppel-PVs werden im Dialogfenster farblich visualisiert (Anzeige GW1 bis GW4).

Eine Taste zur Alarmquittierung steht im Dialogfenster zur Verfügung.
 
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Bei manueller oder späterer Messwertverfolgung kann eine Trendanzeige aus dem Dialogfenster direkt angewählt werden (z.B. Minutenarchiv).

Durch Tastenbetätigung (Stopp) oder durch Reaktion des automatischen Messvorganges (Ende-Zeit) wird die Messung gestoppt. Der Hauptschieber wird wieder geöffnet, die Bypass-Schieber werden geschlossen.

Mit den gewonnenen Daten (aktuelle Werte, Summenwerte, Archivwerte) kann standardmäßig ein ¼ Stunden Minimum und Maximum ermittelt werden. Weitere Verdichtungsstufen können projektiert werden wie beispielsweise 2-Stunden-, Tages- und Monatswerte.
Diese Daten können durch eine Protokollierung dokumentiert oder durch Kurvengrafiken visualisiert werden (ProWin® Standard).

Weitere anwenderspezifische Funktionen per Scripttechnik:

Mittels Scripttechnik können die ermittelten ¼-Stundenwerte zur einer eventuell weiter geforderten Untersuchung herangezogen werden wie beispielsweise zur ¼-Stunden Grenzwertüberwachung, Vergleich über eine definierte Anzahl von vergangenen ¼-Stundentageswerten, usw., die in entsprechenden Freiformatprotokollen dokumentiert werden können.
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